Räumlichkeiten für Gründer in Bremen

Wenn Ideen wachsen, brauchen sie Platz: für den Schreibtisch, für erste Produktionslinien, für Experimente und Inspiration – kurzum: Platz zum Ausprobieren und zum Lernen.

Je nach individuellen Bedürfnissen stehen Gründerinnen und Gründern in Bremen und Bremerhaven ganz unterschiedliche Räume zur Verfügung. Gründerzentren, Coworking-Spaces, Zwischennutzungs-Konzepte, Inkubatoren … Aber wo genau bin ich richtig aufgehoben? Eine Übersicht.

 

Coworking: Arbeiten in inspirierender Gemeinschaft

Coworking heißt: weg vom heimischen Schreibtisch, raus aus dem monotonen Austausch mit der Zimmerpflanze – hinein in die inspirierende Gemeinschaft mit Gleichgesinnten! Für Freiberufler, kleine Startups oder Selbstständige bietet Coworking die Möglichkeit, sich mit den Büro-Nachbarn auszutauschen, Feedback einzuholen und gemeinsam Ideen zu entwickeln. Häufig entstehen rund um Coworking auch kleinere oder größere Events.

Weitere Vorteile: geringe Mietpreise und hohe Flexibilität. Je nach Bedarf können die Mieter auch kurzfristig zusätzlichen Raum anmieten. In vielen Coworking-Spaces lassen sich zudem Dienstleistungen buchen, etwa die Vorbereitung und Vermietung von Konferenzräumen, Post- oder Telefonservices.

 

 „Coworking ist vor allem eine Arbeitskultur, die von Offenheit und Informationsaustausch geprägt ist. Die Bereitschaft, sich gegenseitig bei Problemlösungen zu unterstützen, kann sich sehr schnell auch dazu entwickeln, gemeinsam neue, kreative Ideen zu verwirklichen. Dabei ist die Ausgangssituation umso spannender, je unterschiedlicher die Branchenbereiche sind, aus denen die Akteure kommen.“ Bernhard Havermann, Geschäftsführer weserwork

 

Je nach persönlicher Vorliebe stehen in Bremen kleine bis große Coworking-Spaces in ganz unterschiedlichem Stil zur Verfügung: vom edlen Auxilium Business Center über kleine Spaces wie C-RAUM bis hin zu weserwork, dem größten Bremer Coworking-Space mit 60 Arbeitsplätzen.

Neben den klassischen Büro-Coworking-Spaces hat Bremen auch Co-Werkstätten zu bieten: Bei „Kalle“ oder im „FabLab“ bauen und basteln Gründer und Tüftler  – und die Kulturküche ist der perfekte Ort, um kulinarische Produktionslinien zu testen und zu etablieren.

Eine Übersicht über die Bremer Coworking-Spaces

(c) WFB, Anne Enderle

 

 

Technologie- und Gründerzentren: Von der Garage zum Weltkonzern

„Wir bieten etwas an, was für viele Unternehmungen, für die ein Arbeitsplatz in einem Coworking-Space nicht infrage kommt, durchaus sinnvoll ist“, erklärt Brigitte Klesse, Center-Managerin der Bremischen Technologie- und Gründerzentren. Damit meint sie insbesondere innovative und technologieorientierte Gründer, aber auch Ausgründungen aus Instituten und Hochschulen, die sich in unmittelbarer Nähe der Technologie- und Gründerzentren befinden.

Je nach Bedarf stehen auch hier kleine, flexibel gestaltbare Büros zu moderaten Preisen zur Verfügung – aber auch Produktions- und Fertigungsflächen sowie moderne Laboreinheiten. Ein großes Plus ist zudem die praktische Unterstützung: Die Gründerzentren sind eng mit der lokalen Wirtschaftsförderung verknüpft, sodass die Mieter etwa deren Beratung zu Förderprogrammen, zu Finanzierungsfragen und Mentoring in Anspruch nehmen können.

Die Bremer und Bremerhavener Technologie- und Gründerzentren bieten zudem, ähnlich den Coworking-Spaces, die Nutzung einer gemeinsamen Infrastruktur an: Empfang, Telefon-, Sekretariats- und Postservice etwa, aber auch regelmäßige Veranstaltungen.

 

Zwischennutzungen und Pop-up-Stores: just try it!

Einfach mal ausprobieren – das ist der Leitgedanke bei Zwischennutzungs-Konzepten. Denn viele Gründungswillige trauen sich nicht, den kostenintensiven Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen.  Leerstehende, häufig ungewöhnliche Immobilien werden hierbei zur Experimentierwiese für Existenzgründer. Sehr günstige Mieten und kurze Kündigungsfristen stehen dabei einem absehbaren Ende der Zwischennutzung über kurz oder lang gegenüber.

Die ZwischenZeitZentrale (ZZZ) koordiniert Zwischennutzungen in Bremen. Auf ihrer Website findet sich ein Überblick über die aktuellen Projekte. Darunter sind immer wieder auch Flächen für Pop-up-Stores zu finden. Derzeit können Jungunternehmer zum Beispiel im Bremer citylab ihre Shop-Idee mitten in der Innenstadt testen. Speziell für den Stadtteil Gröpelingen bietet „Gröpelingen Marketing e.V.“ einen Pop-up-Markstand zum Verleih an.

 

Inkubatoren und Acceleratoren: Geschäftsideen reifen lassen

Besondere Orte für Startups. Hier werden Geschäftsideen ausgebrütet („incubate“) oder beschleunigt („accelerate“): Inkubatoren und Acceleratoren stellen nicht nur Raum zur Verfügung, sondern unterstützen die Gründer auch finanziell, mit Mentoring oder der Zusammenarbeit mit etablierten Partnern. Die Plätze werden ausgeschrieben und/oder über Bewerbungsverfahren vergeben. Meist werden sie von großen Unternehmen betrieben. „Das bedeutet: Die Geschäftsidee muss zum Inkubator bzw. Accelerator passen“, erklärt Sabine Fahrenholz, Event- und Community-Managerin im kraftwerk-city accelerator. Für das von den Industrie-Partnern swb, EWE und Mercedes-Benz Werk Bremen getragene Programm meint das: Eine Idee für die Stadt von morgen. Im zweiten privaten Bremer Inkubator, team neusta, sind IT-Geschäftsideen gut aufgehoben.

Deutlich breiter ist das inhaltliche Spektrum bei BRUT, dem Inkubator des Landes Bremen. Auch hier erhalten werdende Gründer u.a. intensive Schulungen, Coaching und bei Bedarf Raum für ihre Geschäftsidee.

Der Bewerbungsschluss für den nächsten BRUT-Jahrgang ist der 31. August 2017!

 

Räume für Gründer in Bremen als Auflistung

 

 

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